10 Kriterien: So erkennen Sie einen modernen intelligenten Arbeitsplatz

Urs Wermelinger
02.06.2020 09:19:00

Die Technologie unterliegt einem fortlaufenden Wandel. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die gesamte Computer-Revolution vollzogen. Seit mit der "Generation Y" die Millennials geboren wurden, gibt es keine Heranwachsenden mehr, die sich an eine Welt ohne intelligente mobile Geräte erinnern – mit permanent verfügbarem Online-Zugriff.

Dies spiegelt sich in der Wirtschaftswelt wider: Betrachtet man die altbekannte 80/20-Regel, lässt sich sagen, dass die meisten Unternehmen 80 % ihrer Technologieausgaben für die Wartung, also für den Betrieb von Servern, die Handhabung von Backups und ähnliches, und 20 % für Innovation aufwenden. Das Ziel des Chief Information Officer (CIO) besteht darin, diese Situation umzukehren und einen modernen Arbeitsplatz zu schaffen.

Die Technologien verändern sich kontinuierlich und die Maximierung des Nutzens ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, welche dieser Technologien letztendlich genutzt werden. Ist diese Entscheidung gefallen, bringt selbst die grossartigste technologische Lösung nicht den gewünschten Effekt, wenn sie ohne Strategie und Koordination eingeführt wird. Vielmehr besteht dann das Risiko eines komplexen Durcheinanders. Die Folge: Informationen sind schwer zu finden und es entstehen unkontrollierte Kosten.  

Hier macht sich ein moderner Arbeitsplatz bezahlt, der zwei scheinbar konträre Anforderungen erfüllt: Zum einen muss der Zugang zu Unternehmensinformationen sicher und kontrolliert ablaufen. Gleichzeitig soll es den Benutzern möglich sein, auf Daten und Informationen zuzugreifen und digital zusammenzuarbeiten, ohne Behinderung durch die Technologie – von jedem Ort, zu jeder Zeit, mit jedem Gerät. Sind beide Anforderungen erfüllt, wird aus dem modernen Arbeitsplatz auch ein intelligenter Arbeitsplatz. Hat Ihr Unternehmen den Weg dieser Transformation bereits beschritten?

10 Kriterien: So erkennen Sie einen intelligenten Arbeitsplatz:

  1. Sie verwenden Daten, um Entscheidungen zu treffen 
    Instinkt und Bauchgefühl sind starke Kräfte – vor allem dann, wenn sie auf der Grundlage von Erfahrungswerten wirken. Doch es ist äusserst kontraproduktiv, sich auf den "Best-Guess" zu verlassen und zu hoffen, dass ein Intranet effizient bleibt. Wenn ein Unternehmen bei seinen Entscheidungen nicht auf Daten zurückgreift, stimmt etwas nicht. Entweder es mangelt an der Fähigkeit, auf die Daten zuzugreifen, oder schlicht am Interesse daran.
  2. Kultur, Vielfalt und Mitwirkung werden gefördert 
    Daran ist nichts Technisches, doch es gibt eine Parallelität zwischen Wachstum und der Aufwertung dieser so genannten "weichen" Kompetenzbereiche – sie sind heute unumstritten ein wichtiger Faktor des modernen intelligenten Arbeitsplatzes. Die Förderung der Kultur stärkt die Positionierung des Unternehmens als guten, erstrebenswerten Arbeitgeber am Arbeitsmarkt. Durch die Förderung von Vielfalt und Mitwirkung aller Mitarbeitenden im Sinne von Employee Engagement kann das Unternehmen auf eine grössere Bandbreite an Ideen und Denkweisen zurückgreifen.
  3. Veränderung wird angenommen 
    Eine Veränderung sollte nicht nur der Veränderung willen vollzogen werden, und nicht jede Veränderung ist einfach, denn sie bedeutet immer ein Verlassen der Komfortzone. Wenn in einem Unternehmen jedoch Mitarbeitende – schlimmer noch, Führungskräfte – agieren, die die Dinge so mögen, wie sie sind, kann es nie bessere Ergebnisse erwarten.
  4. Das Warum wird verstanden
    Worum geht es in der Firma? Es kann für die Mitarbeiter manchmal schwierig sein, über die Mechanismen ihrer Rolle hinaus zu blicken und zu erkennen, wie sie in das Gesamtziel passen. Wie der Maurer, der beschreibt, er helfe beim Bau einer grossen Kathedrale, so kommunizieren führende Unternehmen ihren Zweck klar und deutlich.
  5. Technologie-Prinzipien werden eingehalten
    So einfach und wunderbar es ist, sich per Knopfdruck bei Online-Diensten anzumelden, so schnell schafft ein kostenloses Angebot Verwirrung über Daten, Kosten, Identität und Sicherheit. Dies widerspricht einem intelligenten Arbeitsplatz. Die Einführung neuer Dienste muss sorgfältig koordiniert werden, damit die Agilität nicht verloren geht und die Strategie konsequent weiterverfolgt werden kann.
  6. "(Multi-)Experience" ist entscheidend 
    Was das Benutzererlebnis anbelangt, muss der Blick darauf gerichtet sein, wie die Menschen die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens tatsächlich nutzen und damit arbeiten. Eine Funktion zu implementieren, die zwar viele Aufgaben erfüllt, die jedoch kaum intuitiv und übermässig komplex ist, ist völlig ineffizient. Benutzererlebnisse finden heute auf verschiedenen Geräten, verschiedenen digitalen Umgebungen statt und müssen sich an diese "Digital Homes" anpassen und den Nutzern folgen, und nicht umgekehrt. 
  7. Lösungen sind skalierbar 
    Was für ein einzelnes Büro mit zehn Mitarbeitern funktioniert, muss auch für ein nationales Unternehmen mit Hunderten von Mitarbeitern und ein globales Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern funktionieren. Das ist das Wesen des modernen Arbeitsplatzes.  
  8. Maschinelles Lernen bildet den Fahrplan 
    Maschinelles Lernen ist ein wichtiger Technologie-Trend, auch wenn er derzeit noch kaum umgesetzt wird. Zudem bietet diese Art des Lernens den Unternehmen die einzige Möglichkeit, mit den explosiven Datenmengen, die auf uns zukommen werden, Schritt zu halten. Maschinelles Lernen kann den Akteuren helfen, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren.
  9. Arbeiten ist nicht auf den Schreibtisch beschränkt 
    Der Begriff "moderner Arbeitsplatz" impliziert es bereits: Schreibtischtäter war gestern. Wenn Menschen an jedem Ort, zu jeder Zeit und an jedem Gerät arbeiten können, kommt eine Dynamik in Gang, die die Zusammenarbeit und Kreativität fördert und so zu besseren Ergebnissen führt. 
  10. Sie kommen zum Kern der Business-Anforderungen
    Ihr intelligenter Arbeitsplatz ist so aufgebaut, dass er wichtige Geschäftsanforderungen unterstützt und nicht um das Organigramm herum strukturiert ist – ganz gleich, ob es um Zusammenarbeit, das Finden von Formularen oder das Erledigen einer Aufgabe geht.

Diese 10 Kriterien sind in Ihrem Unternehmen bereits erfüllt? Herzlichen Glückwunsch, dann nutzen Ihre Mitarbeiter bereits einen zeitgemässen intelligenten Arbeitsplatz.

Bei so manch einem Punkt hapert es noch? Dann können Sie den Beitrag, den der moderne Arbeitsplatz zur Produktivität der Mitarbeiter und somit des Unternehmens leistet, optimieren. Wir begleiten Sie gerne auf dem Weg der intelligenten Transformation.

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