Von SATA zu Satya oder wie optimiert man SharePoint Performance richtig

Patrick Püntener
15.01.2020 17:36:00

Über die Ursachen schlechter Performance lässt sich vortrefflich diskutieren, denn es gibt deren viele. Auch Intranets haben die Unart, zuweilen schrecklich langsam zu sein - eine Erfahrung, die schon viele Benutzer machen mussten. SharePoint und Office 365 werden oft zu Unrecht als Ursache verdächtigt, was die Performance-Optimiereung komplex und teuer machen kann. Doch wer den Aufwand nicht scheut, profitiert insgesamt.

 

Arosa im Januar 2020. Seit Langem der Ort der Wahl für unser jährliches CYCL Ski-Weekend − und doch ist dieses Jahr einiges anders. Wir essen zwar wie immer Fondue, aber neuerdings im Alpenblick − sehr empfehlenswert. Mir gegenüber sitzen Des, von LiveTiles aus Irland, und Jess, von Wizdom aus Dänemark, Bis vor zwei Monaten noch unsere Mitbewerber, sind wir jetzt unter einem Dach und reden über die Zukunft. Und die Vergangenheit. Und aktuelle Herausforderungen.

Die Office 365 Performance ist eine solche, denn als Turnkey Intranet Anbieter gerät man sofort ins Visier, wenn diese dem Kunden missfällt − besonders kurz vor oder kurz nach einem Intranet-Launch. Unschwer kann sich jeder vorstellen, dass wir alles daran setzen, um unseren Kunden die bestmögliche User Experience bieten zu können. Das war schon immer so. Deshalb können wir mit gutem Gewissen von uns behaupten, über die Jahre zu ausgefuchsten Performance-Profis geworden zu sein.

Was wir schon als Gründe für schlechte Performance ans Tageslicht gebracht haben, geht auf keine Kuhhaut. Angefangen vom zu kleinen Page File auf dem Windows Server (Performancegewinn 100%), suboptimal programmierten Custom Erweiterungen (bis zu 1'000%) und falschen Virenscanner-Settings (bis zu 50%) bis hin zu Group Policies, die zwar den IE, nicht aber den Firefox ausbremsten (muss man zuerst mal finden, wenn IE beim Kunden Standard ist und Firefox eigentlich verboten…) und fehlenden Settings auf dem Storage, der immer ausgezeichnet funktioniert hatte, bis SharePoint kam ("das kann nicht sein, dass es am Storage liegt…") bis hin zu ganz exotisch: dem WLAN, das ausgerechnet auf der Teppichetage ein massives Problem hatte, das natürlich bei reinem Email-Lesen nicht erkennbar war, beim neuen CEO Video-Blog dafür umso mehr.

Wie man SharePoint Performance optimiert

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus all den Lasttests und umfassenden Analysen gewonnen haben, ist: SharePoint ist meist nicht das Problem, doch bringt er viele Probleme zum Vorschein, die man bislang entweder nicht erkannt oder ignoriert hat. Entsprechend vielschichtig gestaltet sich die Optimierung, und um Spitzenresultate zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mehrere Experten nötig.

All das gilt On-Premise wie auch in der Cloud. Der wesentliche Unterschied liegt allerdings in den Möglichkeiten, die Performance überhaupt beeinflussen zu können. Was, wenn Ihre gemanagte SharePoint Farm auf langsamen Disks läuft und Sie in einem mehrjährigen Hostingvertrag gefangen sind? Oder was wäre, wenn Sie mit verschiedenen IT-Teams sprechen müssen, um die Probleme in Bezug auf Storage, Netzwerk, Konnektivität und Server-Farm zu lösen? Eine Möglichkeit, die Anzahl Parameter zu minimieren, die nicht in Ihrem Kontrollbereich liegen, ist Ihr Intranet in die Cloud auf Office 365 zu migrieren − von SATA zu Satya, sozusagen.

Abgesehen von vielen anderen Vorteilen erhalten Sie dadurch eine performante SharePoint Plattform direkt aus der Steckdose. Somit können Sie sich auf die Umsysteme konzentrieren, sollten Performance-Probleme auftreten. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht im Vorfeld Ihr Netzwerk, Ihre Internetanbindung und immer mehr auch die Browser-Performance auf Ihren Endgeräten überprüfen sollten. Doch wenn Sie erst einmal sichergestellt haben, dass alle Komponenten Cloud-tauglich sind, können Sie auf einen erfolgreichen Launch zählen.

Oder vielleicht doch (noch) nicht? Nun, die Antwort auf diese letzte Frage hängt ganz davon ab, welche Turnkey Lösung Sie einsetzen. Es gibt enorme Unterschiede in deren Auswirkungen auf die Office 365 Performance. Während viele Lösungen weder einen positiven noch einen negativen Effekt haben, können einige wirklich zu Problemen führen. Idealerweise aggregiert ein Turnkey Intranet SharePoint Inhalte nur über die Suche oder den Microsoft Graph. Lösungen, die sich mit einer Ladung Add-Ons in die SharePoint Seiten einnisten tendieren dazu, die Ladezeit zu verlängern. Die besten Lösungen sind deshalb so wenig invasiv wie möglich. Sowohl MatchPoint als auch Condense bauen auf eine Plattform-agnostische Architektur und haben nur minimale Abhängigkeiten zu SharePoint Online. Damit sind sie eine optimale Basis für eine gute Intranet Performance.

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